Zuviel Dankbarkeit nützt nichts


Die psychologische Forschung hat bewiesen, dass eine positive emotionale Stimmung mit mehr Kreativität, einer besseren Problemlösungsfähigkeit und damit mit mehr Erfolg im Leben einhergeht. Klingt logisch.

Stell dir vor mit nur zwei Minuten pro Woche könntest du deine Stimmung dauerhaft verbessern. Klingt zu schön, um wahr zu sein?

Der Trick ist supereinfach: Dankbar sein!

Der wissenschaftliche Beweis

Emmons und McCullough fanden 2003 heraus, dass die Zufriedenheit durch diese einfache Übung gesteigert wurde. 10 Wochen lang schrieben die Teilnehmer einer Studie pro Woche jeweils 5 Dinge auf, für die sie dankbar waren. Die Teilnehmer dieser Gruppe waren nach 10 Wochen signifikant glücklicher als eine Vergleichsgruppe, die lediglich 10 Wochen lang Ereignisse aus der Vorwoche aufgeschrieben hatte.

 1x pro Woche reicht schon!

Lyubomirsky verglich 2005 zwei Gruppen. Die Teilnehmer der einen Gruppe schrieben dreimal pro Woche die Dinge auf, für die sie dankbar waren. Die Teilnehmer der anderen Gruppe machten das gleiche, allerdings nur einmal pro Woche. Diese Teilnehmer waren nach Abschluss des Versuchs glücklicher – ein Beweis dafür, dass man es nicht übertreiben sollte, um eine Gewöhnung zu vermeiden. Somit scheinen „Gratitude“-Journale eher zu viel zu wollen. Daher wirst du in diesem Journal nur einmal pro Woche gefragt, wofür du dankbar bist. 

Seligman, Stehen, Park und Peterson führten ebenfalls 2005 eine placebo-kontrollierte Studie durch. Sie werteten sechs Monate nach Beginn der Übung die Teilnehmer aus, und stellten fest, dass diejenigen Teilnehmer, die einmal pro Woche das, wofür sie dankbar waren, aufgeschrieben hatten, glücklicher und weniger depressiv waren als die Kontrollgruppe.

Wie geht’s?

Alles was du brauchst, ist ein klein wenig Zeit. Etwa zwei Minuten pro Woche sind ausreichend, um über die Dinge nachzudenken, für die du dankbar bist. Dinge, von denen du profitiert hast und ohne die dir in deinem Leben etwas fehlen würde.

Dadurch, dass du dir die Dinge aufschreibst (und in den nächsten Tagen immer wieder liest), bleiben diese Dinge im Kopf. Du denkst automatisch immer wieder an die guten Dinge. Und genau darum geht es ja.

Einige denken, dass diese Übung zu trivial und damit nutzlos sei. Aber stell dir vor, wie viele Leute sich ständig über die Dinge den Kopf zerbrechen, die sie nicht haben oder nicht erreichen konnte, anstatt an das gute und erfolgreiche zu denken. Genauso schnell wie negative Gedanken die eigene Stimmung verändern, können das auch positive Gedanken.  

Du findest am Ende jeder der Kalendervorlagen im ChangeJournal jeweils etwas Platz, um für dich zu refektieren, wofür die dankbar bist. 

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